Rennsport-Lexikon

Rennsport-Lexikon

A

Ausschreibung
Das Angebot des Veranstalters mit allen relevanten Angaben (Nenngeld, Nennungsschluß, Datum, Ort usw.) zu einer Rennveranstaltung. Meist liegt die -> Nennung bei.
Anstellen
Spezielle Kurventechnik, bei der das Fahrzeug vor der Kurve während des Bremsvorganges instabil gemacht wird und durch Gasgeben wieder in die gewünschte Richtung "gestellt" wird.
B 
Boxengasse
Von der Rennstrecke abgetrennter Bereich, in dem Reparaturen und Fahrerwechsel durchgeführt werden können.
Bremsplatte
Blockiert ein Rad beim Anbremsen, entsteht an dieser Stelle auf der Reifenlauffläche eine so genannte Bremsplatte - eine abgeflachte Stelle auf dem Reifen, die für evt. Vibrationen und damit schlechteres Fahrverhalten verantwortlich ist.
Briefing
Fahrerbesprechung, bei der die Rennleitung alle Fahrern auf Besonderheiten hinweist. Teilnahme meist Pflicht.
C
Curbs
Abgeflachte Randsteine, meist in den Kurven, als Streckenbegrenzung.
D
Data logging
Erfassung und Speicherung der rennrelevanten Daten um sie (im Gegensatz zur -> Telemetrie) nach dem Rennen/Training auszuwerten.
Differential-Sperre
Sperrt das Ausgleichsgetriebe. Dadurch ist der Vortrieb sichergestellt, wenn ein angetriebenes Rad durchdreht. Unterschiedliche Sperrgrade.
DMSB
Der Deutsche Motor Sport Bund überwacht und regelt den deutschen Motorsport. Er vergibt die Lizenzen.
Drift
Mehr oder weniger kontrolliertes Übersteuern des Rennwagen.
Durchfahrtsstrafe
Als Durchfahrtsstrafe rsp. Drive-through-Penalty bezeichnet man im Motorsport eine Bestrafung für ein Vergehen auf der Rennstrecke.Dabei muss das betroffene Fahrzeug einmal mit limitierter Geschwindigkeit durch die Boxengasse fahren. Mögliche Vergehen sind in Abhängigkeit vom Reglement der jeweiligen Rennserie: ein Frühstart, unfaires Verhalten auf der Rennstrecke, überhöhte Geschwindigkeit in der Boxengasse und Anderes. Das Durchfahren der Boxengasse darf nicht mit einem Boxenstopp kombiniert werden. Es dient lediglich dem Ausbremsen des Bestraften. Für einen nötigen Stopp muss der Fahrer in einer späteren Runde erneut die Boxengasse aufsuchen.
E
EInführungsrunde
Wird vor dem offiziellen Start des Rennens gefahren. Für den Fahrer eine letzte Möglichkeit den Wagen zu testen, Bremsen und Reifen auf Arbeits-Temperatur zu bringen.
F
Fahrerlager
Platz an dem sich die Fahrer vor und zwischen den Rennen aufhalten können. Meist mit der Möglichkeit Wohnmobile und Trucks abzustellen.
Flankenschutz
Teil des Überrollkäfigs, dass den Fahrer bei einem seitlichen Aufprall schützen soll.
Fly-Off-Handbremse
Handbremse, die nicht festgestellt werden kann.
FIA
Fédération Internationale de Automobile. Der Weltverband für den Automobilsport mit Sitz in Genf.
Flaggen
Werden benutzt um die vorbeifahrenden Piloten über den Streckenzustanf zu unterrichten. 
G
Grip

Grip beschreibt den Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbahn. Viel Grip bedeutet hohe Kurvengeschwindigkeiten, hohe Beschleunigungs- und Verzögerungswerte.
Gruppe
Rennfahrzeuge können in bestimmten Fahrzeug-Gruppen starten. In der Gruppe N z.B. dürfen an den Fahrzeugen nur minimale Änderungen vorgenommen werden - in der Gruppe H lassen die Motorsportbehörden mehr technischen Spielraum zu.
H
Haftungverzicht
Unterschreibt der Teilnehmer mit der Nennung und verzichtet damit auf Ansprüche jeglicher Art gegen den Veranstalter, dem DMSB 
HANS System
“Head And Neck Support”, ein Kohlefaserkragen fixiert den Helm und schützt den Rennfahrer vor Verletzungen im Kopf- und Nackenbereich.
Homologation
Nennt man die Zulassung eines Fahrzeuges für den Motorsport in einer bestimmten -> Gruppe.
Homologationsblätter
Werden von der FIA für einen bestimmten Fahrzeugtyp ausgestellt und enthält alle technischen Angaben (Hubraum, Kolbendurchmesser, Gewichte usw) inklusive eventueller Toleranzen. Die Homologationsblätter müssen vom Fahrer bereitgehalten werden und helfen der technischen Abnahme bei der Überprüfung des Rennfahrzeugs. Kopien der Homologationsblätter können beim -> DMSB angefordert werden
I
Ideallinie
Die schnellste Möglichkeit eine Kurve zu fahren, aber nicht der kürzeste Weg. In den meisten Fällen außen anfahren, etwa im Scheitelpunkt innen sein und sich im Kurvenausgang wieder nach außentreiben lassen. Dadurch wir der Radius der Kurve vergrößert = höhere Geschwindigkeit ist möglich.
Indianapolis-Start
“Fliegender Start” ohne nochmals abzustoppen nach einer Einführungsrunde. Sobald die Startampel auf Grün umspringt bzw. die roten Lichter ausgehen, ist das Rennen freigegeben. Erst dann dürfen die Fahrer die Startformation verlassen und überholen. 
Intermediates
Rennreifen mit leichtem Profil und einer Slickähnlichen Mischung. Kommen zum Einsatz bei feuchter Witterung, wenn das Wasser auf der Fahrbahn nicht ausreicht um die weichen Regenreifen entsprechend zu kühlen.
ISG
Internationales Sportgesetz der -> FIA 
J
K
Kampflinie
Eine von der ->Ideallinie abweichende Linie, die der Konkurrenz das Überholen erschweren soll.
Karkasse
Unterbau eines Reifens, auf dem die Lauffläche aufgebracht ist.
Kiesbett
Mit Kies (zum abbremsen) gefüllte Auslaufzonen. 
Klasse
Um die Chancengleichheit zu gewährleisten werden die Rennfahrzeuge in sogenannte Klassen eingeteilt: z.B. Hubraum bis 1600 ccm, bis 2.000 ccm und über 2.000 ccm.
L
Le Mans Start

Wird aus Sicherheitsgründen kaum noch durchgeführt. Die Fahrer stehen beim Le Mans Start auf einer Linie gegenüber ihren abgestellten Fahrzeugen. Nachdem der Start freigegeben ist, laufen sie zur ihren Fahrzeugen, steigen ein, schnallen sich an, starten den Motor und fahren los. Dabei ist es immer wieder zu Unfällen gekommen. 
Lollipop
Schild, welches beim Boxenstopp vor die Nase des Fahrzeugs gehalten wird und den Fahrer auffordert, zu bremsen.
M 
Marshalls

Internationale Bezeichnung für Sportwarte.
Mischung
Gibt die Härte des Gummis der Reifenlauffläche an. Eine weiche Mischung bietet mehr Grip, verschleißt aber schneller. Regenreifen sind weicher als Trockenreifen.
N
NASCAR Netze

Grobmaschige Netze die hinter dem Fenster der Fahrertür befestigt, den Fahrer z.B. bei einemÜberschlag schützen sollen.
Nenngeld
Im Gegensatz zum -> Startgeld bezahlt der Teilnehmer das Nenngeld - meist mit der -> Nennung an den Veranstalter, damit er an dem Rennen teilnehmen darf. Nenngeld ist Reuegeld, d.h. kann der Fahrer aus Gründen welcher Art auch immer, nicht an der Veranstaltung teilnehmen, ist der Ausrichter nicht verpflichtet, das Nenngeld zurück zu zahlen.
Nennung
Formular des Veranstalters, in das der Teilnehmer alle relevanten Angaben über Bewerber, Fahrer und Fahrzeug einträgt. Mit dem Absenden der Nennung inklusive Zahlung des Nenngeldes, zeigt der Teilnehmer den Ausrichter an, dass er an der Veranstaltung teilnehmen will.
Nennungsbestätigung Verbindliche Annahme der Nennung durch den Veranstalter.

Nomex
Feuerfeste Kunstfaser aus der Rennoverall, Unterwäsche, Handschue und Kopfhauben hergestellt werden.
O 
ONS
Oberste Nationale Sportkommission (bis 1997) mit Sitz in Frankfurt. Trägerverbände: ADAC, AvD (mit ADMV und DMV). Nachfolgeorganisation ist der ->DMSB.
P
Parc Ferme
So nennt man den abgegrenzten Platz, an dem nach den Rennen die Fahrzeuge bis zum Ablauf der Protestfrist abgestellt werden und zu dem nur Offizielle Zutritt haben. Im Parc Ferme darf weder an den Fahrzeugen gearbeitet werden, Teile entfernt werden.
Papierabnahme
Erste Anlaufstelle der Teilnehmer am Rennort. Hier werden Nennungsbestätigung, Lizenz und alle anderen relevanten "Papiere" überprüft.
Pits
Engl. Ausdruck für die Boxen.
Pole position
Beste Startposition, die meist dem Trainingschnellsten zusteht.
Protest
Legitimes kostenpflichtiges Rechtsmittel zur Überprüfung der Reglementskonformität eines Konkurrenten. Der Protest muss zwingend frist- und formgerecht eingereicht werden.
Q
Qualifying

Gezeitetes Training bei dem die Startreihenfolge ausgefahren wird.
Querbeschleunigung
Fliehkräfte bei Kurvenfahrten, die zu einer Querbewegung des Kfz führen können.

S
Safety Car

Wird von Rennleitung eingesetzt um das Feld in einer Gefahrensituation mit sicherer Geschwindigkeit um den Kurs zu leiten. Schikane: Verengung einer Fahrbahn (z.B. eine Kurvenkombination), die die Geschwindigkeit in gewissen Streckenabschnitten senken soll.
Schlupf
hat man, wenn die Haftgrenze zwischen Reifen und Fahrbahn beim Beschleunigen oder Bremsen extrem nachlässt.
Setup
Abstimmung des Renn-Fahrzeugs.
Shore
Härtegrad von Reifen oder Gummielementen im Fahrwerksbau; je höher die Shorezahl, desto härter der Gummi.
Slick
Rennreifen ohne Profil.
Sportwarte
Funktionäre bei einer Rennveranstaltung.
Startgeld
Bekommen - meist prominente - Starter vom Veranstalter ausbezahlt, damit sie bei dem betreffenden Rennen teilnehmen.
Stehender Start
Die Fahrzeuge stehen, eventuell nach einer Einführungsrunde, auf den vorgegebenen Startplätzen. Erst nach dem Erlöschen der roten Lichter ist der Start freigegeben und die Fahrer dürfen die Positionen verlassen und beschleunigen.
Stop-and-Go-Strafe 
Ist eine Strafe speziell in der Formel1 und DTM. Sie kann bei einem unerlaubten Boxenstopp, bei einem Frühstart oder verschiedenen anderen Vergehen gegen das Reglement verhängt werden. Der betreffende Fahrer wurde früher durch Flaggensingnale und einer Infotafel von der Rennleitung aufgefordert, in die Boxengasse einzufahren.
Streckenposten
Sportwart der am Streckenrand positioniert ist und während des Rennens mit den Fahrern mittes Flaggen kommuniziert.
Sportkommisar (SK)
Überwacht den Rennleiter und den sportlich korrekten Ablauf der Veranstaltung. Kann Sportstrafen vergeben.
T
Technischer Kommisar (TK)
Ist für dir technische Abnahme der Fahrzeuge verantwortlich.
Telemetrie
Nennt man die Übertragung von Daten und Meßwerten aus dem fahrenden Rennwagen an die Box während des Rennens. 
Transponder
Kleiner, am Fahrzeug zu befestigender Sender, der beim Überfahren der Start- und Ziellinie einen Impuls aussendet, der wiederum die Zeitmessung für das betreffende Fahrzeug ansteuert. 
U
Überrollkäfig
Stabile Stahlrohrkonstruktion im inneren der Fahrgastzelle, die den Fahrer bei Überschlägen und seitlichen Einschlägen schützen soll.
Übersteuern
... wenn das Fahrzeugheck zum Kurvenrand schiebt. (man hört den Baum) 
Untersteuern
Das Fahrzeug schiebt über die Vorderachse zum Kurvenaußenrand. (man sieht den Baum)
V
W

Wagenpass
Ist die sportrechtliche Zulassung von Wettbewerbsfahrzeugen (vergleichbar mit dem Kfz-Schein im öffentlichen Straßenverkehr.
Warm-Up
Letzte Training vor einem Rennen um das Fahrzeug „aufzuwärmen“.
Wheelspin
Bezeichnung (aus dem englischen) für das Durchdrehen der angetriebenen Räder.
X
Y
Z
Zeitstrafe
Zeitstrafen werden in einigen Sportarten auferlegt, um Regelverstöße (einfacher rsp. besser) ahnden zu können.
Gängige Zeitstrafen sind: Durchfahrtsstrafe (Drive-through-Penalty) – bspw. in der Formel1 und DTM für Frühstarts, unerlaubte Überholvorgänge und Überschreitung von Höchstgeschwindigkeiten &c.

geklaut bei: 
http://www.motorsport-buecher.de
http://de.wikipedia.org/wiki 
 



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