DMSB Gruppe F-2005

Technische 
DMSB-Bestimmungen
Gruppe F-2005

 

Soweit in anderen Reglements, Ausschreibungstexten usw. auf Bestimmungen verwiesen

wird, die mit diesem Reglement ungültig werden, treten an deren Stelle die Bestimmungen

des neuen Reglements.

Die Bestimmungen des derzeit gültigen Anhang J zum Internationalen Sportgesetz der FIA

(ISG) sind nur bei ausdrücklichem Verweis auf diese Bestimmungen anwendbar.

Alles nicht ausdrücklich durch dieses Reglement Erlaubte ist verboten. Durch Verschleiß

oder Unfall beschädigte Teile dürfen nur durch baugleiche Ersatzteile ausgetauscht werden.

Erlaubte Änderungen dürfen keine unerlaubten Änderungen oder Reglementsverstöße nach

sich ziehen.

Dieses Reglement tritt am 01. Januar 2005 in Kraft.

Art. 2 Zugelassene Fahrzeuge/Teilnahmebedingungen

Es sind nur Fahrzeuge startberechtigt, welche in einer Stückzahl von mind. 200 identischen

Fahrzeugen in 12 aufeinanderfolgenden Monaten hergestellt wurden und über ABE, EWGBetriebserlaubnis

oder EBE verfügen. Im Fahrzeugbrief muss der Tag der Erstzulassung

eingetragen sein. Darüber hinaus müssen die Fahrzeuge über den normalen Vertriebsweg

für jedermann frei erhältlich gewesen sein. Die Nachweispflicht zu vorstehender Regelung

liegt beim Teilnehmer.

Die Fahrzeuge müssen zum öffentlichen Straßenverkehr in der Bundesrepublik Deutschland

oder durch einen DMSB-Wagenpass ausgestellt für die Gruppe F (Ausnahme: Rallye-

Fahrzeuge) zugelassen sein.

Die Fahrzeuge müssen in allen Teilen uneingeschränkt und zu jeder Zeit der Veranstaltung

der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechen (Ausnahme: Art. 13.

D.h., die Daten und Angaben des Fz.-Scheins, der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE),

EG-Betriebserlaubnis und die Bau- und Betriebsvorschriften der StVZO müssen eingehalten

sein. Ausnahmen: Gewichte in Art. 5, Sitze in Art. 23 und bestimmte

Sicherheitsausrüstungsteile in Art. 26.

Hinweis: Die Zulässigkeit nachträglicher Änderungen an den Fahrzeugen muss durch

Eintrag in den Fz.-Papieren (Fz.-Brief bzw

EWG-Papiere, deren Gültigkeit nicht von einer Abnahme abhängig gemacht wird,

nachgewiesen werden.

Technische Änderungen (z.B. nicht serienmäßige Fahrwerke, andere Felgen, Reifen usw.)

sind nicht zulässig, wenn die Fahrzeugpapiere diesbezüglich mit Einschränkungsvermerken

"nur für motorsportliche Zwecke", "nur für Überführungsfahrten während einer Rallye" oder

einer ähnlichen, sinngemäßen Eintragung versehen sind (gilt nicht für

Sicherheitseinrichtungen).

2.1 Fahrzeuge mit Straßen-Zulassung (Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein)

Diese Fahrzeuge müssen eine gültige Abgasuntersuchung und eine gültige

Hauptuntersuchung nach Paragraph 29 StVZO aufweisen (AU – und HU-Prüfplakette).

2.2 Fahrzeuge mit sportrechtlicher Zulassung (DMSB-Wagenpass)

Alternativ zu einem Fahrzeug mit gültiger Straßen-Zulassung sind auch Fahrzeuge ohne

Straßenzulassung (Ausnahme Rallyesport) unter folgenden Voraussetzungen

startberechtigt:

- Fahrzeuge ohne Straßenzulassung benötigen einen DMSB-Wagenpass ausgestellt auf

die Gruppe F

- Eine Wagenpass-Wiederholungsabnahme ist alle 24 Monate erforderlich. Ein HUNachweis

ist nicht erforderlich

-2005..

- Das Fahrzeug muss eine gültige Abgasuntersuchung (AU-Abnahme) haben. Der

Nachweis hat durch Vorlage des originalen AU-Abnahmeberichtes zu erfolgen, der max.

24 Monate zurückliegen darf, wenn das Fahrzeug mit einem geregelten 3-Wege-

Katalysator und 12 Monate, wenn das Fahrzeug mit einem ungeregelten Katalysator

ausgerüstet ist. Diese Nachweispflicht entfällt bei Fahrzeugen, die max. drei Jahre alt

sind.

- Eintragungspflichtige Fahrzeugänderungen müssen wie bisher im Fahrzeugbrief

eingetragen sein.

- Bei den Veranstaltungen muss der DMSB-Wagenpass und eine Kopie des

Fahrzeugbriefes oder der Originalbrief vorgelegt werden. Im Einzelfall kann auch die

Vorlage von ABE-Unterlagen und ähnliches erforderlich sein.

Hinweis

fällig. Die Adressen der DMSB-Sachverständigen sind im blauen Teil des

DMSB-Handbuches aufgelistet.

2.3 Fahrzeuge mit Kennzeichen von in der Bundesrepublik Deutschland stationierten NATOAngehörigen

sind in der Gruppe F

Fahrzeugen, die nach den Gruppe F-Bestimmungen zulässig sind, aber nicht der StVZO

entsprechen, sind unzulässig.

2.4 Fahrzeuge, deren Motor mit Aufladung versehen sind, sind dann zugelassen, wenn das

Grundmodell damit ausgerüstet ist.

2.5 In der Gruppe F-2005 sind folgende Fahrzeuge zugelassen:

a) Fahrzeuge von Herstellern, die in der DMSB-Fahrzeug-Herstellerliste oder in der FIAHomologationsliste

(beide Listen: siehe rosafarbener Teil) aufgeführt sind.

b) Fahrzeuge anderer Hersteller, z. B. eigens auf Rohkarosserie aufgebaute Fahrzeuge,

sind nur dann zulässig, wenn das Modell einem Typ eines Herstellers gemäß Art. 2.5a)

entspricht, wie es von einem vom DMSB anerkannten Hersteller ausgeliefert wird oder

wurde. Den jeweiligen Nachweis hat der Bewerber/Fahrer zu erbringen.

Diese, den Punkt b) entsprechenden, Fahrzeuge benötigen eine F-Bestätigung bzw.

Identitätsbescheinigung des DMSB bzw. der ONS; die von einem DMSBSachverständigen

ausgestellt wird. Diese F-Bestätigung bzw. Identitätsbescheinigung

muss nicht jedes Jahr erneuert werden.

2.6 Fahrzeuge mit 07er Oldtimer-Kennzeichen:

Bei Verwendung von Fahrzeugen mit 07er-Kennzeichen müssen alle

Fahrzeugänderungen, welche durch die StVZO eintragungspflichtig sind, im

Fahrzeugbrief eingetragen sein. Eine Kopie vom Fahrzeugbrief muss mitgeführt werden.

Die besonderen Bestimmungen in Art 2.1 bzw. 2.2 und Art. 3.c) sind zu beachten.

Art. 3 Nicht zugelassene Fahrzeuge

a) Nicht startberechtigt sind Fahrzeuge, deren Tag der Erstzulassung vor dem 01.01.1972

liegt.

b) Nicht startberechtigt sind Fahrzeuge, deren ursprünglich in den Fz.-Papieren

angegebene Höhe 1600 mm überschreitet.

c) Fahrzeuge mit folgenden Zulassungen sind nicht startberechtigt:

- ausländische Zulassung,

- Fahrzeuge mit roten Kennzeichen (Ausnahme: rote Oldtimer-Kennzeichen,

beginnend mit „07“, falls ein schriftlicher HU-Nachweis nach § 29 nachgewiesen

werden kann, welcher nicht älter als 24 Monate sein darf),

- Kurzzeit-Kennzeichen (schwarz, weiß, gelb)

- Ausfuhr-Kennzeichen (schwarz, weiß, rot)

- Erprobungsfahrzeuge nach § 19, Abs. 6 (früher Abs. 3) StVZO (siehe Fz.-Schein).

Art. 4 Definitionen

Grundmodell: Unter Grundmodell sind alle Ausführungen einer Modellreihe zu verstehen, die

in einer begrenzten Produktionsperiode hergestellt wurden.

Produktionsperiode heißt, dass ein Modell unter einer bestimmten Bezeichnung oder Code

(z.B. Opel Kadett C, VW Golf Typ 19, BMW 3er E30 oder BMW 3er E36) in einem

bestimmten Zeitraum hergestellt wurde. Wird also die Bezeichnung oder der Typ eines

Modells geändert, so handelt es sich um ein anderes Grundmodell.

StVZO: Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung

Fz.-Papiere: Fahrzeugschein plus Fahrzeugbrief

ABE: Allgemeine Betriebserlaubnis

Heißt es, dass eine "ABE" ausreichend ist, so ist darunter eine "Allgemeine

Betriebserlaubnis" des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zu verstehen, die der Hersteller des

betreffenden Fahrzeugteils mitliefert.

Das Vorhandensein einer ABE bedeutet aber nicht in allen Fällen, dass keine Vorführung bei

einer TP erforderlich ist. In einer Reihe von ABE steht nämlich, dass der Anbau des Teils

trotzdem noch einem TP-Ingenieur vorzuführen ist.

TP: Technische Prüfstelle

Eintrag: Wenn es im Text heißt, dass eine "Eintragung in die Fz.-Papieren" oder schlicht ein

"Eintrag" erforderlich ist, so heißt das, dass mit der beschriebenen Änderung die

"Betriebserlaubnis erloschen" ist und das Fahrzeug einem "amtlich anerkannten

Sachverständigen oder Prüfer" bei der Technischen Prüfstelle zu einem "Gutachten nach §

19, Abs. 2 StVZO" vorgeführt werden muss. Diese Ingenieure tragen die Änderungen nur in

den Fahrzeugbrief ein. Anschließend muss der Fahrzeughalter den Fahrzeugbrief seiner

Zulassungsstelle vorlegen, welche die Änderungen im Fahrzeugschein vornimmt und damit

die "Betriebserlaubnis" wieder erteilt.

Das Mitführen einer Bestätigung des ordnungsgemäßen Anbaus gem. § 19 Abs. 3 StVZO ist

dann einem Eintrag in den Fz.-Papieren gleichgestellt, wenn dies dort ausdrücklich erwähnt

ist.

Der zuständige Verordnungsgeber bzw. der Bundesminister für Verkehr hat über die

Eintragungspflicht bestimmter Fahrzeugänderungen mangels Handlungsbedarfs noch nicht

entschieden. Die Bewertung der Eintragungspflicht wird in solchen ungeregelten Fällen

ersatzweise in Anlehnung an bisherige Entscheidungen und der derzeitigen Handhabung bei

den technischen Prüfstellen vorgenommen.

Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden; in strittigen Fällen kann ein

daraus herbeigeführter Einzelentscheid bzw. eine Gesetzesänderung der derzeitigen

Handhabung entgegenstehen.

Mechanische Bauteile: Teile, die für den Antrieb und die Radaufhängung notwendig sind,

sowie die für ihr normales Funktionieren notwendigen Zubehörteile, ausgenommen Teile der

Lenkung und Bremsen.

Serienmäßig: Die Fahrzeuge müssen, außer wenn es für einzelne Bauteile in diesem

Reglement anders bestimmt wird, in serienmäßigem Zustand sein, d.h., wie sie vom

Herstellerwerk geliefert werden bzw. wurden.

Jedes Zubehör und alle Sonderausstattungen, die beim Fahrzeugkauf auch gegen Aufpreis

vom Werk geliefert werden können, gelten als serienmäßig im Sinne des Gruppe F-2005

Reglements, sofern im übrigen keine Einschränkungen vorliegen. Nachträglich eingebaute

Teile gelten als serienmäßig, wenn sie ab Herstellerwerk lieferbar sind oder

waren

(Nachweis z.B. original Ersatzteilkatalog des Fahrzeug-Herstellers).

gelten Teile, die nur über Sportabteilungen der Herstellerwerke, Tuningfirmen usw. geliefert

werden. Die Nachweispflicht für die Serienmäßigkeit der Fahrzeugteile liegt beim

Bewerber/Fahrer.

Freigestellt: Das Teil darf in jeder Hinsicht bearbeitet und verändert werden, wobei es auch

gegen ein anderes Teil ersetzt werden darf. Vollkommene Freiheit besteht auch hinsichtlich

Material, Form und Anzahl. D.h., das Teil darf auch vollkommen weggelassen werden. Das

geänderte oder ersetzte Teil darf jedoch keine anderen Funktionen als das Originalteil

übernehmen.

Fahrgastraum: Als Fahrgastraum wird der vom Fahrzeughersteller serienmäßig vorgesehene

Raum für Passagiere bis zur serienmäßigen Trennwand und Hutablage in normaler

Rücksitzposition angesehen.

Des Weiteren gelten die Definitionen in Art. 251-2.3 bis 251-2.8 des Anhang J (ISG) der FIA.

Als nicht serienmäßig

Art. 5. Hubraumklassen

Folgende 18 Hubraumklassen sind möglich:

1. Hubraum bis 500 ccm

2. Hubraum über 500 ccm bis 600 ccm

: Bei der Wagenpass-Erstellung ist zunächst eine Grundabnahme bei einem DMSBSachverständigen-2005 zugelassen. Änderungen an diesen

3. Hubraum über 600 ccm bis 700 ccm

4. Hubraum über 700 ccm bis 850 ccm

5. Hubraum über 850 ccm bis 1000 ccm

6. Hubraum über1000 ccm bis 1150 ccm

7. Hubraum über1150 ccm bis 1400 ccm

8. Hubraum über1400 ccm bis 1600 ccm

9. Hubraum über1600 ccm bis 2000 ccm

10. Hubraum über2000 ccm bis 2500 ccm

11. Hubraum über2500 ccm bis 3000 ccm

12. Hubraum über3000 ccm bis 3500 ccm

13. Hubraum über3500 ccm bis 4000 ccm

14. Hubraum über4000 ccm bis 4500 ccm

15. Hubraum über4500 ccm bis 5000 ccm

16. Hubraum über5000 ccm bis 5500 ccm

17. Hubraum über5500 ccm bis 6000 ccm

18. Hubraum über6000 ccm

Art. 5.1 Fahrzeuggewichte

Abhängig vom Hubraum bzw. Einstufungshubraum (Art. 6) sind folgende Mindestgewichte

vorgeschrieben:

Alle Veranstaltungsarten außer Rallye:

Hubraumklasse Mindest-Gewicht in kg

in ccm 2V/Zyl. > 2V/Zyl.

bis 500: 485 535

über 500 bis 600: 530 585

über 600 bis 700: 565 625

über 700 bis 850: 600 660

über 850 bis 1000: 650 715

über 1000 bis 1150: 680 750

über 1150 bis 1400: 740 815

über 1400 bis 1600: 825 910

über 1600 bis 2000: 910 1000

über 2000 bis 2500: 1005 1100

über 2500 bis 3000: 1090 1200

über 3000 bis 3500: 1180 1300

über 3500 bis 4000: 1260 1390

über 4000 bis 4500: 1350 1490

über 4500 bis 5000: 1450 1600

über 5000 bis 5500: 1530 1690

über 5500: 1610 1780

> 2 V/Zyli. = mehr als 2 Ventile je Zylinder

Die Kraftstoffpumpen sind freigestellt.

Luftfilter:

Alle dem Motor zugeführte Verbrennungsluft muss durch ein Luftfiltergehäuse geleitet

werden. Die Luftführungen vor dem Luftfiltergehäuse und die Luftleitung zwischen

Luftfiltergehäuse und Drosselklappengehäuse sind freigestellt.

Das Luftfiltergehäuse ist unter folgenden Bedingungen freigestellt:

- Ein Filtereinsatz muss vorhanden sein. Dieser Einsatz ist frei, er muss jedoch Staubpartikel

filtrieren.

- Die gesamte Ansaugluft für den Motor muss durch diesen Luftfilter geführt werden.

Der Einbauort des Luftfiltergehäuses innerhalb des Motorraumes ist freigestellt.

Prinzipiell sind die geänderten Motorteile eintragungspflichtig, welche die Leistung und/oder

die Abgasentwicklung verändern können.

Eintragungsbeispiele soweit ABE- bzw. EWG-Papiere nicht vorliegen sind: Nockenwelle,

Ansaugtrakt, Auslasstrakt, Aufladung (z.B. Ladedruck), Verdichtung, Leistungssteigerung um

mehr als 5 %.

Nicht eintragungspflichtig sind z.B.: Feinbearbeitung, wie Glätten und Entgraten im Rahmen

der Herstellertoleranzen, Luftbegrenzer, Zündanlage, Motor-Schmier- und Kühlsystem (z.B.

Ölkühler), Übermaßkolben gemäß Werkstatthandbuch für das betreffende Fahrzeug.

Nur gültig für Rallye-Veranstaltungen:

Bei Motoren mit Aufladung jeder Art (Ausnahme G-Lader) ist ein Luftbegrenzer

vorgeschrieben.

Der Durchmesser des Lufteinlasses bei Otto-Motoren darf maximal

Diesel-Motoren max.

sein. Diese Fläche darf eine Distanz von max. 50 mm zu einer Ebene durch die äußere

obere Kante der Kompressorschaufeln haben (siehe Zeichnung).

Darüber hinaus muss die Ausführung der Luftbegrenzer (Außendurchmesser,

Verplombungsmöglichkeiten usw.) nach den Bestimmungen des Art. 255-5.1.8.3 (Gruppe A)

im Anhang J verwendet und eingebaut sein.

Die Kompressoren, welche die obigen Dimensionen respektieren, müssen beibehalten

werden. Alle anderen müssen mit einem fest installierten Luftbegrenzer ausgestattet sein,

der am Kompressorgehäuse mit den oben definierten Abmessungen befestigt ist. Die

gesamte Verbrennungsluft muss durch den Luftbegrenzer strömen. Falls der Einlass am

Kompressor 32 mm bei Otto-Motoren bzw. 35 mm bei Diesel-Motoren nicht überschreitet, ist

ein zusätzlicher Luftbegrenzer nicht erforderlich.

Im Falle eines Motors mit zwei parallelen Kompressoren, muss jeder Kompressor bis zu

einem maximalen Einlassdurchmesser von 24 mm begrenzt sein.

Nur Fahrzeuge mit G-Lader sind von oben genannter Vorschrift ausgenommen.

Art.

7.3 Abgasvorschriften

Die Abgasvorschriften gemäß DMSB-Handbuch, blauer Teil, müssen eingehalten werden.

Art. 8 Abgasanlage/Geräuschbegrenzung

Die Mündung(en) des Auspuffs muss (müssen) entweder nach hinten oder zur Seite

gerichtet sein. Die Mündung eines zur Seite gerichteten Auspuffs muss hinter der

Radstandsmitte liegen.

Auspuffendrohre dürfen nicht über die Karosserie hinausragen. Sie dürfen max. 10 cm unter

dem Wagenboden enden, in bezug auf die Außenkante der Karosserie.

Die Abgasanlage muss ein separates Bauteil sein und außerhalb der Karosserie bzw.

Fahrgestells liegen.

Nur Original-ABE- oder EWG-Abgasanlagen sind nicht eintragungspflichtig.

Darüber hinaus ist die Abgasanlage freigestellt.

Heckabschlussblech: Zum Zwecke der Durchführung der Abgasmündung dürfen im

Heckabschlussblech Öffnungen mit einer Gesamtfläche von max. 100 cm² vorhanden sein

bzw. angebracht werden. Die untere Seite der Öffnung muss mit der Unterkante des

Abschlussbleches abschließen. Falls serienmäßig oberhalb dieses Bereiches eine Öffnung

für die Abgasdurchführung vorhanden ist, so wird auch dort diese Öffnung akzeptiert und

muss in diesem Fall nicht mit der Unterkante des Abschlussbleches abschließen.

Geräuschbegrenzung: Die Vorschriften gemäß DMSB-Handbuch, blauer Teil, müssen

eingehalten werden.

Art. 9 Kraftübertragung

Getriebe:

Das Funktionsprinzip (z.B. mechanisches, halbautomatisches oder Automatik-Getriebe)

sowie das Schaltschema (z.B. H-Schaltung) des Getriebes müssen der Serie entsprechen.

Das Getriebegehäuse muss von einem Serienmodell des gleichen Fahrzeugherstellers, wie

der des Fahrzeuges sein.

Die Anzahl der Gänge gemäß dem Grundmodell muss beibehalten werden, jedoch sind die

einzelnen Getriebeübersetzungen (Zähnezahl) freigestellt.

Mechanische Sperrdifferentiale sind freigestellt. Anders arbeitende Sperrdifferentiale müssen

(mit Ausnahme der Sperrwirkung) der Serie entsprechen.

32 mm betragen und bei35 mm. Er muss über eine Mindestdistanz von 3 mm aufrechterhalten

Die Kupplung, der Achsantrieb und alle anderen kraftübertragenden Teile sind freigestellt.

Sie müssen jedoch in ihrem ursprünglichen Raum verbleiben, z. B. vor oder hinter dem

Motor, an der Antriebsachse

usw.

Unter Berücksichtigung der vorliegenden Bestimmungen dieses Reglements und der

Beibehaltung des Funktionsprinzips (z.B. mechanische, hydraulische Betätigung) sind die

Betätigungsvorrichtungen der Kraftübertragungs-Einrichtungen (u.a. Kupplung, Getriebe,

Sperrdifferential) freigestellt.

Ein

Umbau von Frontantrieb auf Heckantrieb oder umgekehrt ist nicht erlaubt.

Wenn das Fahrzeug ursprünglich mit einem permanenten Vierradantrieb ausgerüstet ist, darf

nicht auf Zweiradantrieb umgebaut werden.

Eintragungspflichtig sind z.B.: Übersetzungsänderungen von mehr als 5 %, wobei jede

einzelne Gangstufe zu beachten ist. Sperrdifferentiale in Seriengehäusen mit mehr als 50 %

Sperrwirkung.

Nicht eintragungspflichtig (s. Art. 4) sind z.B.: Kupplung, Getriebetyp, verstärkte

Antriebswellen.

Vierradantrieb ist nur zulässig, wenn er beim ursprünglichen Modell vorhanden war. Der

Art. 10 Bremsanlage

Eine gleichzeitig auf die Vorder- und Hinterräder wirkende Zweikreisbremsanlage, betätigt

durch dasselbe Pedal ist

vorgeschrieben.

Bremsscheiben welche nicht der Serie entsprechen

(eisenhaltige Legierung mit mindestens 7,5 g/cm³).

Eine mechanische Feststellbremse ist vorgeschrieben.

Nicht serienmäßige Bremsbeläge sind nur mit ABE, amtlichen Prüfzeichen, Prüfbericht mit

Eintrag oder Teilegutachten zulässig.

Im Übrigen ist die Bremsanlage einschließlich Fly-Off-Bremseinrichtungen freigestellt, jedoch

ist jede Änderung eintragungspflichtig. Ausnahme: höherwertige Bremsflüssigkeit.

müssen aus Stahl bestehen

Art. 11 Lenkung

Die Lenkung – mit Ausnahme des Arbeitsprinzips (Schnecken-, Kugelumlauf, Zahnstangen-

Lenkung) - ist freigestellt, jedoch ist jede Änderung eintragungspflichtig.

Ein nicht serienmäßiges Lenkrad muss entweder in den Fz.-Papieren eingetragen sein oder

eine ABE besitzen.

Art. 12 Radaufhängung

Die Befestigungspunkte der Radaufhängung müssen serienmäßig sein bzw. dem

Werkstatthandbuch entsprechen.

Unter Beibehaltung der originalen Fahrwerksteile sind nachträgliche Verstärkungen der

Radaufhängungsteile durch Materialhinzufügung erlaubt.

Der ursprüngliche Radstand muss beibehalten werden (Toleranz +/- 1 %).

Alle anderen radgeometrischen Daten (z.B. Spurweite, Vorspur, Sturz) sind freigestellt.

Federn, Stoßdämpfer und Stabilisatoren sind freigestellt, d.h. sie dürfen auch verstellbar sein

(z.B. Gewindefahrwerk).

Eintragungspflichtig sind z.B.: Nicht serienmäßige Federn (Ausnahme: Unbeschränkte ABE)

und Federauflagen (Federteller), andere Stoßdämpfer, wenn sie:

- als Feder- oder Dämpferbeine Radführungsaufgaben übernehmen

- als Federbeine höhenverstellbare Federteller aufweisen.

Unter Beachtung der vorstehenden Bestimmungen ist die Radaufhängung darüber hinaus

freigestellt.

Art. 13 Räder (Radschüssel und Felge) und Reifen

13.1 Reifen

im Nat. B-Rallyesport (Rallye 200)

Zulässigkeit:

entsprechen und für das betreffende Fahrzeug durch den Hersteller, durch ABE,

EG-Gesamt-Betriebserlaubnis, EWG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC) oder

einen Bericht eines Technischen Dienstes freigegeben und mit vollständiger ECEBezeichnung

(z.B. 175/70R13 82S) im Fahrzeugschein bzw. Fahrzeugbrief

eingetragen sind.

Es sind nur Reifen zulässig, die uneingeschränkt der StVZO

Kennzeichnung:

ECE-Bezeichnung mit E-Prüfzeichen deutlich lesbar angegeben sein, z.B.: 185/70

R13 84 H.

Dies bedeutet, dass unabhängig vom Produktionsdatum, die durch die StVZO

geforderte „E“-Kennzeichnung von Reifen („E“ in einem Kreis oder Viereck, mit

folgender Kennziffer für das Zulassungsland) auf dem Reifen vorhanden sein muss.

Das „E“ kann als Großbuchstabe (gemäß ECE) oder als kleiner Buchstabe

„e“(gemäß EWG) vorhanden sein.

Beispiele eines Reifens gemäß StVZO mit E-Kennzeichnung:

Auf der Reifenflanke muss in erhabener Schrift die vollständige

175/70R13 82S E

185/70R13 84H e

1 (gemäß ECE)3 (gemäß EWG)

Grundsätzlich muss der komplette Reifen formgeheizt sein. Ausschließlich

hinsichtlich der E-Kennzeichnung werden auch bestimmte Reifen akzeptiert, bei

denen die E-Kennzeichnung nachträglich durch den Reifen-Hersteller oder General-

Importeur aufvulkanisiert wurde. Diese Reifen benötigen eine individuelle Freigabe

durch den DMSB (siehe DMSB-Handbuch, blauer Teil).

Andere Kennzeichnungen, z.B. durch Einbrennen, Einschneiden, Aufkleben, etc.

werden nicht anerkannt. Zusätzliche Beschriftungen wie "Not for highway service",

"Not for highway use" oder "N.H.S." sind unbedeutend, da sie nur den Export in die

USA und Kanada betreffen.

Symbol für die Geschwindigkeitskategorie:

höherwertigem Geschwindigkeitssymbol (z.B. T, H, V, W), als in den

Fahrzeugpapieren eingetragenen, ist erlaubt. Nur bei M+S-Reifen darf die

Geschwindigkeitskategorie (siehe Symbolangabe) niedriger sein.

Die Verwendung von Reifen mit

Vertrieb:

Reifenherstellers oder Runderneuerers abgebildet und für jedermann frei erhältlich

sein.

Der Reifen muss in Prospekten, Warenlisten oder Anzeigen des

Profilierung:

Profile zulässig. Geschnittene Profile sind verboten. Abgefahrene Reifen dürfen

nicht nachgeschnitten werden.

Die Reifen müssen im Neuzustand ein Negativprofilanteil von mindestens 17 %

aufweisen.

Die Reifenprofiltiefe muss beim Start mindestens 2 mm betragen.

Zu keinem Zeitpunkt während der Veranstaltung darf die Profiltiefe der am Fahrzeug

montierten Reifen weniger als 1,6 mm betragen. Dies gilt für mindestens 3/4 der

gesamten Profilfläche.

Ein Protest gegen die Profiltiefe ist nicht zulässig.

Die Reifenbauart (z.B. radial, diagonal) aller am Fahrzeug zum Einsatz kommenden

Reifen muss einheitlich sein. Die gleichzeitige Benutzung von Sommer- und Winter-

Reifen (M+S) ist unzulässig.

An einer Achse müssen Reifen gleichen Fabrikats mit gleichem Profilbild benutzt

werden. Das Fabrikat und das Profilbild der Reifen für Vorder- und Hinterachse

dürfen unterschiedlich sein.

Es sind nur im Vulkanisationsverfahren (formgeheizte) hergestellte

M+S-Reifen:

auch als M+S-Reifen gefahren werden. Steht in den Fahrzeugpapieren allerdings

hinter einer Reifenbezeichnung der Zusatz "M+S", so ist diese Reifengröße nur als

M+S-Reifen zulässig. Auch auf M+S-Reifen muss die vollständige ECEBezeichnung

(mit Geschwindigkeitsindex und E-Kennzeichnung) in erhabener

Schrift vorhanden sein.

13

.3 Gültig für alle Wettbewerbsarten:

Abhängig vom Hubraum bzw. Einstufungshubraum (Art. 6) dürfen zu jeder Zeit der

Veranstaltung die folgenden max. zulässigen Breiten der Reifen inkl. Felgen

horn

nicht überschritten werden:

bis 1000 ccm: 7 Zoll / 178 mm

über 1000 bis 1400 ccm: 8 Zoll / 204 mm

über 1400 bis 1600 ccm: 9 Zoll / 229 mm

über 1600 bis 2000 ccm: 10 Zoll / 254 mm

über 2000 bis 3000 ccm: 11 Zoll / 280 mm

über 3000 ccm: 12 Zoll / 305 mm

13.

4 Räder (Radschüssel und Felge)

Material, Einpresstiefe und Form der Räder sind freigestellt. Distanzscheiben sind

zulässig.

Räder und Distanzscheiben müssen eingetragen sein, wenn keine ABE vorliegt.

13.

Leistungsprüfungen

5 Reifen im Slalomsport, Bergrennen, Rundstreckenrennen und

Beim Slalomsport

Leistungsprüfungen

hinsichtlich der zulässigen Breiten der bereiften Felge gemäß Art. 13.

beachtet werden.

Ein Eintrag der Reifen in den Fahrzeugpapieren muss daher nicht

, bei Bergrennen, bei Rundstreckenrennen und beisind die Reifen (z. B. Slicks) freigestellt. Die Regelung3 muss jedochvorliegen.

Art.

14 Messung der Reifen- Felgen- Breite

Komplettes Rad montiert am rennfertigen Fahrzeug, auf dem Boden stehend, ohne Fahrer.

Die Breiten-Messung kann an einem beliebigen Punkt des Reifens inkl. Felgenhorn (nicht

Radschüssel) erfolgen, außer im Bereich der Reifenaufstandsfläche.

Art. 15 Ersatzrad

Das Mitführen eines Ersatzrades ist nicht vorgeschrieben.

Wird es mitgeführt, so darf es nicht in dem für Fahrer oder Beifahrer vorgesehenen vorderen

Raum untergebracht sein und keine Veränderungen der Karosserieaußenansicht

verursachen.

Das Ersatzrad muss in jedem Falle sicher befestigt sein.

Die Ersatzreifen müssen den montierten Reifen entsprechen.

Falls serienmäßig ein Notrad vorhanden ist, darf dieses eingebaut sein, es darf jedoch

solange sich das Fahrzeug im Wettbewerb befindet nicht am Fahrwerk montiert werden.

Art. 16 Karosserie und Fahrgestell

Die serienmäßige Karosserie und/oder das Fahrgestell - gemäß Art. 251-2.5.2 und 2.5.1 des

Anhang J (ISG) - dürfen erleichtert oder verstärkt werden.

Jedoch dürfen Teile, die zur Aufnahme von Motor, Getriebe, Lenkungs-, Brems- oder

Radaufhängungselementen dienen, nicht erleichtert werden.

Das Entfernen bzw. Ausschneiden von großflächigen Bauteilen ist nicht erlaubt. Hiervon

ausgenommen ist die Trennwand vom Wasserkasten zum Motorraum hin. Es muss dann

jedoch eine Querstrebe zwischen den Federbeindomen bzw. den oberen

Radaufhängungspunkten angebracht sein, damit die Stabilität des Fahrzeuges wieder

gewährleistet ist.

Es ist nicht gestattet, erleichterte Teile zu verstärken oder verstärkte Teile zu erleichtern.

Die äußere Form der Originalkarosserie muss beibehalten werden, ausgenommen hiervon

sind die Kotflügel und die erlaubten aerodynamischen Hilfsmittel. Der serienmäßige

Kühlergrill muss beibehalten werden, mit Ausnahme von erlaubten Änderungen des Grills,

die beim Umbau von Beleuchtungseinrichtungen im Rahmen des Art. 25 notwendig sind.

Bei Fahrzeugen mit Heckmotor, z.B. NSU-TT, dürfen im Frontblech zwischen den

Scheinwerfern keine nichtserienmäßigen Öffnungen vorhanden sein.

Ausschließlich zur Unterbringung des Katalysators und zum Einbau des Kraftstoffbehälters

im Kofferraum (gemäß Art. 26) sind örtlich, notwendige Änderungen des Fahrzeugbodens

zulässig. Darüber hinaus muss die serienmäßige Bodengruppe beibehalten werden; jedoch

sind Verstärkungen zulässig.

Serienmäßige bzw. bauartgeprüfte Schiebe- bzw. Sonnendächer sind erlaubt. Diese müssen

während der Veranstaltung geschlossen sein.

Von der FISA/FIA für das betreffende Fahrzeug homologierte bzw. ehemals homologierte

Dachklappen sind zulässig.

Zierleisten und Stoßfänger dürfen entfernt werden, sofern sie nicht in der Karosserie

integriert sind (z. B. Porsche 911) und keine scharfen Kanten erscheinen.

Die Gesamtbreite des Fahrzeuges darf 2 Meter nicht überschreiten.

Die Anbringung eines Unterschutzes ist erlaubt.

Fest am Wagen angebaute pneumatische Wagenheber sind erlaubt.

Außer den Reifen und Felgen darf kein Teil des Fahrzeugs den Boden berühren, wenn die

Reifen an einer Seite des Wagens ohne Luft sind.

Grundsätzlich darf kein mechanisches Bauteil außerhalb der ursprünglichen Karosserie

angebracht werden.

Ein Ölkühler und/oder Wasserkühler darf nur dann außerhalb der Karosserie montiert

werden, wenn er unterhalb einer durch die Radnabenmitte gedachten horizontale Ebene

liegt.

Art. 17 Türen, Motorhaube und Kofferraumhaube

Das Material der Motorhaube und der Kofferraumhaube ist freigestellt. Die äußere

Originalform muss beibehalten werden.

Die Art der Befestigungsvorrichtungen (nicht Scharniere) der Motorhaube und der

Kofferraumhaube sind freigestellt. Falls das Material oder die Befestigung der Motor- bzw.

Kofferraumhaube von der Serie abweichen, müssen je Haube zwei zusätzliche Haubenhalter

eingebaut werden. Darüber hinaus sind zusätzliche Haubenhalter – außer im Slalomsport -

vorgeschrieben. Die serienmäßigen Verriegelungseinrichtungen müssen – außer im

Slalomsport – unwirksam gemacht werden. Die Motorhaube muss von außen leicht zu öffnen

sein.

Die Motorhaube kann mit Öffnungen versehen werden, diese müssen jedoch so gestaltet

sein, dass sie keine Sicht auf mechanische Teile erlauben. Eine solche Schutzeinrichtung

kann durch engmaschige Gitter (Maschenweite: max. 5 mm x 5 mm) bewirkt werden.

Auf die Motorhaube aufgesetzte, nicht serienmäßige Lufthutzen sind nicht zulässig.

Abgeänderte, Hauben und Deckel müssen auf jeden Fall

Teile austauschbar sein. D.h. dass z.B. beim Ausbau der verwendeten Motorhaube die

Serienmotorhaube vollständig die äußere Karosserieform wiederherstellen muss und

umgekehrt.

An der Fahrer- und Beifahrertür muss je eine Türverkleidung gemäß Art. 21 (Fahrgastraum

/Innenraum) vorhanden sein.

Eintragungspflichtig sind z.B.: Motorhaube und Kofferraumdeckel aus einem anderen

Material.

Nicht eintragungspflichtig sind (s. Art. 4): Öffnungen in Motorhauben, sofern sie keine

verkehrsgefährdenden, hervorstehenden Kanten aufweisen, sowie nicht

verkehrsgefährdende Haubenhalter.

Art. 18 Kotflügel

Die Radhaus-Ausschnittskanten der serienmäßigen Kotflügel dürfen unter Beibehaltung der

Radausschnittsform (nicht Abmessungen) nachgearbeitet und/oder durch aufgesetzte

Formteile verbreitert werden. Das Material dieser aufgesetzten Formteile ist freigestellt.

Bei Vorhandensein von Kotflügelrändern aus Kunststoff dürfen diese zum Zwecke der

Freigängigkeit der Reifen umgelegt oder abgeschnitten werden, wobei keine scharfen

Kanten entstehen dürfen. Die Schnittfläche muss abgerundet und mit einem Kantenschutz

abgedeckt werden.

Das Innere der Kotflügel (nicht Radhaus) ist freigestellt, es dürfen dort mechanische Bauteile

angebracht werden.

Oberhalb der Radmitte müssen die Kotflügel, senkrecht gemessen, die gesamte

Reifenlauffläche abdecken.

Eintragungspflichtig sind z.B.: Kotflügelverbreiterungen

.

Art. 19 Aerodynamische Hilfsmittel

Front-, Heck- und Seitenspoiler sind freigestellt. Nicht serienmäßige Spoiler müssen

entweder eine ABE haben oder in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein. Statt der

serienmäßigen Stoßfänger dürfen zugelassene Spoiler mit integriertem Stoßfänger montiert

werden.

Art. 20 Fahrzeugscheiben

Für alle Scheiben ist Sicherheitsglas vorgeschrieben. Darüber hinaus muss die

Windschutzscheibe aus Verbund-Hartglas (kein Kunststoff) bestehen.

Als Sicherheitsglas i.S. dieses Reglements gelten Hart- und Mineralgläser mit nationalen

Prüfzeichen und Zahlen (Wellenlinie gefolgt von einem D und einer Zahl) bzw. ECEPrüfzeichen

(z.B. 43R E1 ... Zahlen) sowie glasähnliche, entsprechend gekennzeichnete

Hartkunststoffscheiben.

Die Windschutzscheibe, die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe dürfen durch nicht

serienmäßige Scheiben ausgetauscht werden.

Nicht serienmäßige Scheiben müssen eine Mindeststärke von 3 mm aufweisen.

Die Scheiben der Fahrer- und Beifahrertür, sowie darin befindliche Schiebefenster müssen

der Serie entsprechen. Hierbei ist die Verwendung von Kunststoffscheiben - auch mit Eintrag

in den Fahrzeugpapieren- nicht zulässig, es sei denn sie sind serienmäßig.

Der Betätigungsmechanismus und die Befestigung aller Scheiben ist freigestellt.

Scheiben sind eintragungspflichtig, wenn Sie in Art, Material oder Abmessungen von der

Serie abweichen.

Zur Scheibentönung gelten zusätzlich folgende Bestimmungen:

Für alle Wettbewerbsarten:

einzeln gegen die serienmäßigen
Alle in den Fahrzeugpapieren eingetragenen Reifengrößen können

Die Windschutzscheibe sowie die Scheiben der Fahrer- und Beifahrertür müssen klar

durchsichtig und dürfen demnach nicht getönt sein, es sei denn, es handelt sich um das

serienmäßig getönte Wärmeschutzglas, welches der StVZO entspricht.

Bei Rundstreckenrennen und Leistungsprüfungen:

a) Folien (auch bauartgeprüfte), Aufkleber und Besprühung sind nicht erlaubt.

b) Sämtliche Fahrzeugscheiben dürfen nicht getönt sein, es sei denn, es handelt sich

um das serienmäßig getönte Wärmeschutzglas, welches der StVZO entspricht.

Werbe- und Namensaufkleber, welche nach den FIA/DMSB-Vorschriften erlaubt sind (siehe

DMSB-Handbuch, blauer Teil), sind von vorstehenden Punkt a) nicht betroffen.

Bei Veranstaltungen, die in der Nacht durchgeführt werden bzw. bis in die Nachtstunden

hinein andauern (z.B. 24-Stunden-Rennen), kann der Veranstalter in seiner Ausschreibung

Ausnahmen zu vorgenannten Regelungen beim DMSB beantragen.

Art. 21 Fahrgastraum/Kofferraum

Die Innenausstattung des Fahrgastraumes/Kofferraumes ist unter nachfolgenden

Bedingungen freigestellt.

Armaturenbrett: Das Armaturenbrett (Instrumententräger) muss der Serie entsprechen.

Verkleidungsteile, die unterhalb des Armaturenbrettes liegen und nicht Bestandteil desselben

sind, dürfen entfernt werden.

Instrumentierung: Die Instrumente sind freigestellt, jedoch müssen Tachometer und

Kontrollleuchten (z.B. Fahrtrichtungsanzeiger, Fernlicht) vorhanden sein. Änderungen am

Tachometer sind

eintragungspflichtig.

Türverkleidungen und hintere Seitenverkleidungen müssen vorhanden sein. Die Tür- und die

hinteren Seitenverkleidungen können der Serie entsprechen oder aus Metallblech mit einer

Stärke von min. 0,5 mm, aus Kohlefaser mit einer Stärke von min. 1 mm oder aus anderem,

festen, nicht brennbaren Material mit einer Stärke von min. 2 mm bestehen. Die

Verkleidungen müssen alle beweglichen Teile und die für die Tür, Scharniere, Schloss und

Fensterheberfunktionen erforderlichen Teile flächig und wirkungsvoll abdecken.

Sitze

Rücksitzbank/Rücksitze dürfen entfernt werden. Während der Veranstaltung ist dies auch

ohne Eintragung in die Fahrzeugpapiere zulässig. Eingebaute rechte und linke Vordersitze

müssen vollständig auf der einen oder der anderen Seite der vertikalen Längsmittelebene

des Fahrzeugs montiert sein.

Die Originalhalterungen

die Sitze ausgebaut sind und die entsprechenden Sitzplätze in den Fahrzeug-Papieren nicht

gestrichen

/-halterungen: Die Sitze sind freigestellt. Der Beifahrersitz und diefür die Rücksitzbank/Rücksitze müssen beibehalten werden, wennsind.

Die Sitzbefestigung muss der Serie, dem Art. 253-16 im Anhang J zum ISG oder

nachstehender Zeichnung entsprechen. Das verwendete Rohrmaterial muss ein Stahl mit

einer Dimension von mind.

Homologation entsprechen. Die serienmäßige Sitzbefestigung darf hierzu entfernt werden.

Sitzbefestigung

Es

Überrollvorrichtung, Ersatzrad, Feuerlöscher, Funkanlage, Helmhalter, Komfortteile und

Ballast.

Alle Gegenstände, die im Fahrzeug mitgeführt werden, sind sicher zu befestigen.

Hinweis: Sitze mit starrer Rückenlehne sowie Sitze ohne ABE oder vergleichbare Gutachten

müssen in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein.

dürfen nur folgende Zubehörteile im Fahrgastraum angebracht werden:

Art. 22 Leitungen

Die Verlegung von elektrischen Leitungen und Flüssigkeitsleitungen ist unter Beachtung der

folgenden Bestimmungen freigestellt.

Flüssigkeitsleitungen dürfen durch den Fahrgastraum verlaufen, wenn sie aus Metall

bestehen oder vollständig durch Metall bzw. -geflecht geschützt sind, dort keine

Verbindungen (ausgenommen Bremsleitungen und Schottwandverschraubungen gemäß Art.

253-3.2, Anhang J im ISG) aufweisen und sie am Fahrzeugboden - unterhalb der

Türschwelleroberkante - verlegt werden.

Kühlwasser- und Schmierölleitungen, die durch den Fahrgastraum verlaufen müssen

vollständig durch eine zweite flüssigkeitsdichte Leitung bzw. Kanal ummantelt sein.

Nicht serienmäßige außenliegende Kraftstoff- und Bremsleitungen sind gegen Steinschlag,

Korrosion, Bruch mechanischer Teile usw. zu schützen.

Wenn die serienmäßige Anordnung beibehalten wird, ist ein zusätzlicher Schutz von

Leitungen nicht erforderlich.

Die Verlegung von Kraftstoff- und Bremsleitungen und der Austausch dieser Leitungen

gegen solche aus einem anderen Material ist eintragungspflichtig (siehe Art. 4). Leitungen

aus Kupfer sind in einem Abstand von ca. 25 cm zu befestigen.

Es dürfen keine Flüssigkeitsbehälter, mit Ausnahme des Behälters für die

Scheibenwaschanlage, im Fahrgastraum untergebracht sein.

Art. 23 Elektrische Ausrüstung, Beleuchtung

Die elektrische Ausrüstung und die Beleuchtungsausrüstung der Fahrzeuge sind freigestellt,

sie müssen jedoch der StVZO entsprechen und folgende Bedingungen einhalten:

- Maximal 6 Frontscheinwerfer sind erlaubt.

-

nach ECE oder EG gekennzeichnet sein.

- Die Batterie(n) darf (dürfen) im Fahrgast- oder Kofferraum untergebracht sein, wenn

ihr Einbau den Vorgaben in Artikel 255.5.8.3 des Anhang J, ISG (Gruppe A)

entspricht.

Sofern Beleuchtungseinrichtungen für Fern- und Abblendlicht verändert oder durch

funktionell gleichwertige Einrichtungen ersetzt werden, müssen dadurch entstandene

Öffnungen vollständig und luftdicht abgedeckt sein.

Bei wesentlichen Änderungen oder Weglassen von Funktionen ist ein Eintrag notwendig

(siehe Art. 4).

Das Abblendlicht der Hauptscheinwerfer muss bauartgeprüft und mit E-Prüfzeichen

Art. 24 Kraftstoffanlage

Es darf nur handelsüblicher unverbleiter Otto-Kraftstoff nach DIN EN 228 (Ersatz für DIN

51607) oder Diesel-Kraftstoff nach EN 590 verwendet werden, welcher auch dem Art. 252.9

im Anhang J (ISG) entsprechen muss.

Der Kraftstoffkreislauf muss so gestaltet sein, dass er bei Unfällen nicht zuerst in

Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Als Kraftstoffbehälter i.S. dieser Vorschriften ist jeder Behälter, der Kraftstoff aufnimmt und

diesen entweder zum Motor oder einen anderen Kraftstoffbehälter abgibt, anzusehen. Der

oder die Öffnungen zum Befüllen und zum Entlüften eines jeden Kraftstoffbehälters müssen

sich immer außerhalb des Fahrgastraumes befinden und es muss sichergestellt sein, dass

kein Kraftstoff entweichen kann.

Wenn der Kraftstoffbehälter des Fahrzeuges mit einer FIA-Standardkupplung ausgerüstet ist,

muss das Anschlußteil geschützt sein.

Der Kraftstoffbehälter muss einer der folgenden Ausführungen entsprechen:

·

ursprünglich vorhandener Serienkraftstoffbehälter

·

FT3-, FT3.5- bzw. FT5-Sicherheitskraftstoffbehälter (gemäß der FIA-Anerkennung)

Fahrzeuge, bei denen das Tank-Einfüllrohr nicht der Serie entsprechend durch den

Fahrgastraum verläuft, müssen mit einem FIA-homologierten Rückschlagventil ausgestattet

sein. Dieses Ventil muss sich möglichst nahe am eigentlichen Kraftstoffbehälter befinden.

Die Einfüllöffnung darf sich nicht innerhalb der Scheiben oder des Daches befinden.

Es ist erlaubt, den Fahrzeugboden zum Einbau des Kraftstoffbehälters aufzuschneiden.

Im Übrigen ist die Lage des Kraftstoffbehälters freigestellt.

Falls sich der Kraftstoffbehälter im Kofferraum befindet, muss eine Ablaufvorrichtung

vorhanden sein, wobei der Durchmesser des Ausschnittes im Bodenblech max. 10 mm

betragen darf.

Die Verwendung nicht serienmäßiger Kraftstoffbehälter ist eintragungspflichtig.

Art. 25 Fassungsvermögen der Kraftstoffbehälter

Das Fassungsvermögen der Kraftstoffbehälter (Hauptkraftstoffbehälter und

Zusatzkraftstoffbehälter) darf die nachstehend angegebenen Mengen abhängig vom

Hubraum bzw. Einstufungshubraum (Art. 6) nicht überschreiten:

Hubraum bis 700 ccm: 60 l

Hubraum über 700 bis 1000 ccm: 70 l

Hubraum über 1000 bis 1400 ccm: 80 l

Hubraum über 1400 bis 1600 ccm: 90 l

Hubraum über 1600 bis 2000 ccm: 100 l

Hubraum über 2000 bis 2500 ccm: 110 l

Hubraum über 2500 ccm: 120 l

Art. 26 Besondere Sicherheitsbestimmungen

Das Mitführen von Verbandskasten und Warndreieck ist - außer im Rallyesport - nicht

vorgeschrieben.

Für die Fahrzeuge gelten die nachfolgenden besonderen Sicherheitsvorschriften:

Art. 26.1 Abschleppösen

Die Fahrzeuge müssen vorne und hinten mit einer Abschleppöse versehen sein. Sie müssen

so beschaffen sein, dass es für die Rettungsfahrzeuge möglich ist, das noch rollfähige

Fahrzeug auch auf losem Grund aus einem Gefahrenbereich zu entfernen. Die

Abschleppöse ist selbst oder an dem darüber liegenden Karosserieteil gelb, rot oder orange

zu kennzeichnen.

Art. 26.2 Außenspiegel

Der Außenspiegel ist freigestellt, jedoch muss er bauartgeprüft und mit einem E-Prüfzeichen

gekennzeichnet sein. Wird ein nicht serienmäßiger Außenspiegel verwendet, muss dieser in

den Fahrzeugpapieren Eingetragen sein.

An der Fahrerseite ist ein Außenspiegel gemäß vorstehender Spezifikation vorgeschrieben.

Darüber hinaus muss bei Rundstreckenrennen auch ein Außenspiegel auf der Beifahrerseite

gemäß diesen Vorgaben angebracht sein.

Art. 26.3 Hauptstromkreisunterbrecher

Ein Hauptstromkreisunterbrecher ist nach Art. 253-13 des Anhang J zum ISG der FIA – bei

Rundstrecken- und Bergrennen - vorgeschrieben. Für alle anderen Veranstaltungsarten ist

ein Stromkreisunterbrecher empfohlen.

Der Einbau ist nicht eintragungspflichtig.

Art. 26.4 Feuerlöscher/Feuerlöschanlage

Feuerlöscher mit folgenden Mindestmengen sind vorgeschrieben:

alle Veranstaltungen 4 kg Löschpulver oder ein

außer Slalom gleichwertiges Mittel

(in max. 2 Behältern)*

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Slalom (empfohlen) 2 kg Löschpulver oder ein

gleichwertiges Mittel

(in max. 1 Behälter)*

* Alternativ zu 4 kg Löschpulver kann ein Handfeuerlöscher mit min. 2,25 Liter eines, von

der FIA zugelassenen, AFFF-Löschmittels verwendet werden (gemäß Techn. Liste Nr.

6).

Alle Löschbehälter sind so zu befestigen, dass sie eine Beschleunigung von 25 g (ca. 75 kg

bei 2-kg-Behälter, ca. 160 kg bei 4-kg-Behälter) in jede Richtung aushalten.

Die Befestigung der Handfeuerlöscherbehälter muss mit einen Schnellspannverschluß aus

Metall mit Metallband bzw. Metallbändern ausgeführt sein und ein schnelles Lösen des

Behälters ermöglichen.

Der/die Handfeuerlöscher muss/müssen im Fahrgastraum für den Fahrer leicht erreichbar

angebracht sein.

Die Art des Löschmittels, das Gesamtgewicht des Behälters und die Menge des Löschmittels

müssen auf dem/den Behälter(n) angegeben sein.

Eine Feuerlöschanlage mit mindestens 4 kg Löschmittel, das dem Anhang J zum ISG und

den zusätzlichen DMSB-Bestimmungen (StVZO) entspricht, ist empfohlen. Außer bei Rallye-

Veranstaltungen kann die Feuerlöschanlage die Handfeuerlöscher ersetzen.

Der Einbau von Feuerlöscher und Feuerlöschanlagen ist nicht eintragungspflichtig, jedoch

müssen die Behälter und Anlagen zugelassen sein.

Die verbindenden Leitungen bei Feuerlöschanlagen und die Ausströmleitungen für

Motorraum und Cockpit bzw. Fahrgastraum müssen aus Metall bestehen oder eine

metallene Ummantelung besitzen und fest verschraubt sein. Ausströmöffnungen dürfen nicht

direkt auf den Fahrer/Beifahrer gerichtet sein. Im Motorraum sollen sie beide Seiten des

Motors erreichen.

Beispiel der Kennzeichnung eines Pulverfeuerlöschers:

Pulver-Handfeuerlöscher (6 kg)

- DIN 14 406 Bauart P6H

- Kenn-Nr. P1-15/60

Brandklasse B, C, E

Es sind die „Allgemeinen Bestimmungen und Erläuterungen zu Sicherheitsvorschriften“ zu

Feuerlöschern - insbesondere Prüffristen - zu beachten (siehe DMSB-Handbuch, blauer

Teil).

Art. 26.5 Sicherheitsgurte

Bei Bergrennen, Rundstreckenrennen, Rallyes und Leistungsprüfungen sind FIAhomologierte

Gurte gemäß FIA-

müssen in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein.

Für den Slalomsport müssen an den vorderen Sitzen mindestens 3-Punkt-Gurte vorhanden

sein. Anstelle der serienmäßigen Dreipunktgurte dürfen Gurte mit mindestens vier

Befestigungspunkten oder Hosenträger- (Y)-Gurte (mit 3 Befestigungspunkten) mit

amtlichem Prüfzeichen montiert sein. Das amtliche Prüfzeichen ist nicht erforderlich, wenn

der Gurt in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist.

Für alle Veranstaltungsarten gilt:

Sind nach dem Einbau von Gurten hintere Sitze nicht mehr benutzbar, so muss in den Fz.-

Papieren die Sitzplatzanzahl berichtigt werden. Wenn jedoch die Hosenträgergurte mit Hilfe

eines Zwischenstücks herausnehmbar und die Serien-Gurte nach wie vor vorhanden sind, ist

kein Eintrag erforderlich.

Normen 8853/98 oder 8854/98 vorgeschrieben. Diese Gurte

Art. 26.6 Feuerschutzwand

Falls die Rücksitzbank/Rücksitze ausgebaut sind, muss zwischen Motor- und Fahrgastraum

sowie zwischen Fahrgastraum und Kraftstoffbehälter (inkl. Einfüllrohr und Einfüllöffnung)

eine flüssigkeitsdichte flammensichere Schutzwand vorhanden sein.

Nicht serienmäßige Feuerschutzwände zwischen Fahrgastraum und Kraftstoffbehälter

müssen aus Metall, Kohlefaser oder aus Polycarbonat-Sicherheitsglas nach DOT-112 AS-6

bestehen.

Hierbei sind folgende Polycarbonat-Materialien zulässig:

·

„Makrolon mono clear 099“ (Prüfzeichen: ~D 2333)

·

clear 2099“ (Prüfzeichen: ~D 2334)

„Makrolon mono longlife

·

„Lexan Margard MR 5E“ (Prüfzeichen: ~D 2273)

·

„Lexan 9030-112“ (Prüfzeichen: ~D 310/1)

·

„Lexan FMR 102-5109“ (Prüfzeichen: ~D 982)

·

Das Polycarbonat-Material für Trennwände bzw. Sichtfenster muss einteilig sein. Die

Mindeststärke für alle Trennwände aus Polycarbonat-Sicherheitsglas beträgt 5 mm. Diese

Trennwände müssen mit einem der vorgenannten amtlichen Prüfzeichen (ABG vom KBA)

gestempelt sein.

Feuerschutzwände sind generell nicht eintragungspflichtig.

Art. 26.7 Überrollvorrichtung

In Fahrzeugen mit einer Erstzulassung ab dem 1.1.1997 muss - mit Ausnahme vom

Slalomsport - ein Überrollkäfig gemäß dem aktuellen Anhang J, Artikel 253-8 bis

einschließlich 253-8.5 eingebaut sein.

In Fahrzeugen mit einer Erstzulassung vor 1997 muss - mit Ausnahme vom Slalomsport -

eine Überrollvorrichtung gemäß Artikel 253-8 - inkl. 8.5 - des Anhang J 1993 oder des

aktuellen Anhang J (ISG) eingebaut sein. Diese Fahrzeuge müssen bei einem Hubraum

über 2000 ccm mit einem Überrollkäfig ausgerüstet sein. Bis 2000 ccm muss ein

Überrollbügel eingebaut sein; ein Käfig wird empfohlen.

Im Slalomsport wird eine Überrollvorrichtung empfohlen.

Es sind ausschließlich Konstruktionen aus Stahl erlaubt.

Diese muss mindestens wie folgt beschaffen sein:

Spezifikation für die zu verwendenden Rohre bei Eigenbaukonstruktionen (gemäß Anhang J

1993):

Stahlqualität Mindest- Mindestmaße (mm)

Zugfestigkeit

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nahtlos kaltgezoge- 350 N/mm² 38 x 2,5 oder

ner unlegierter Koh- 40 x 2

lenstoffstahl (mit

max. 0,30 % C-Gehalt)

Das Material muss besonders dehnbar und gut schweißbar sein.

Bei allen Eigenbaukonstruktionen gemäß Art. 253.8 – 8.3, Anhang J – unabhängig davon, ob

die Überrollvorrichtung dem Anhang J 1993 oder dem aktuellem Anhang J entspricht –

müssen die Befestigungspunkte der Überrollvorrichtung an der Karosserie mit einer min. 3

mm dicken Stahlplatte, mit einer Mindestfläche von 120 cm², verstärkt werden. Diese

Verstärkungsplatte ist an den auf den folgenden Zeichnungen eingekreisten

Befestigungspunkten innen und außen vorgeschrieben. Alternativ zu den äußeren

Verstärkungsplatten ist es ausreichend, wenn die innen vorgeschriebenen Platten mit der

Karosserie verschweißt werden.

Grundüberrollvorrichtung (Bügel)

Die Fläche der übrigen Befestigungspunkte muss dem betreffenden Zertifikat bzw. dem

Homologationsblatt entsprechen. Darüber hinaus ist die Fläche dieser Punkte freigestellt,

wobei an diesen Punkten die Rohre auch direkt mit der Karosserie verschweißt werden

dürfen.

Die oben beschriebene Überrollvorrichtung kann auch für Slalom-Veranstaltungen

vorgeschrieben werden. Der Veranstalter hat für diesen Fall eine entsprechende

Sicherheitsbestimmung in seine Ausschreibung aufzunehmen.

Die Überrollvorrichtung muss in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein, wobei der Eintrag

"wahlweise" ausreicht.

Art. 26.8 Ölsammler

Fahrzeuge mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) mit Erstzulassung ab dem

01.01.1972 bzw. EBE-Fahrzeuge (Einzel-Zulassung) ab dem 20.04.1973 müssen mit einer

geschlossenen Motor-Kurbelgehäuse-Entlüftung (mit Rückführung des Ölnebels in den

Ansaugtrakt) ausgestattet sein.

Offene Systeme (mit oder ohne Ölsammler) für diese Fahrzeuge können auch durch Eintrag

in den Fz.-Papieren nicht für zulässig erklärt werden.

Fahrzeuge mit Zulassung vor diesen o.g. Daten, deren Motor eine offene Gehäuseentlüftung

aufweist, müssen mit einem Ölsammler ausgestattet sein; ein geschlossenes System wird

empfohlen. Ein Ölsammler muss für Motoren bis 2000 cm³ ein Mindestfassungsvermögen

von 2 Litern und für Motoren über 2000 cm³ von 3 Litern haben.



Quelle:
DMSB


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